Was wird da eigentlich alles gemacht? Die Hauptuntersuchung (HU) im Überblick

  • Hauptuntersuchung

Auf dem Schirm hat man sie nie so ganz, doch die Hauptuntersuchung (HU) kommt für jeden Fahrzeughalter. Normalerweise sollte diese nicht ganz überraschend kommen, denn in der Regel muss jedes Fahrzeug alle zwei Jahre durch die HU. Grund für diese wiederkehrende Untersuchung ist § 29 der StVZO (Hauptuntersuchung) und sie ist somit verpflichtend.
Die Preise für die HU hängen vom Fahrzeugtyp ab und ob zusätzlich eine Abgasuntersuchung vorgenommen wird. Somit schwankt die Preisspanne zwischen 42 und 102 Euro. Doch wozu ist die Hauptuntersuchung eigentlich gut und was wird alles überprüft?
Die regelmäßige Inspektion Ihres Fahrzeugs dient natürlich der Verkehrssicherheit, der Überprüfung der Vorschriftsmäßigkeit und technischer Mängel. Die fachkundige Überprüfung (z.B. durch unser Ingenieurbüro) trägt dazu bei, dass weder Sie noch andere Verkehrsteilnehmer durch technische Mängel zu Schaden kommen, da diese natürlich beseitigt werden. Außerdem ist es ja sicherlich auch in Ihrem Interesse, lange Freude an Ihrem Fahrzeug zu haben. Durch eine regelmäßige Kontrolle werden Mängel und Defekte frühzeitig erkannt und behoben, wodurch die Lebensdauer effektiv erhöht wird.

Was wird bei der Hauptuntersuchung (HU) alles geprüft?

Die KÜS schreibt mehr als 150 Prüfpunkte vor: Vom Scheinwerfer bis zum Partikelfilter wird alles unter die Lupe genommen. Im Folgenden werden diese Punkte in Auszügen vorgestellt.

Prüfung elektronischer Komponenten - Kfz-Gutachter /-Sachverständiger - München, Mühldorf, Wasserburg
Als erstes werden Fahrgestellnummer und Fahrzeugpapiere abgeglichen und das Auto einer Sichtkontrolle unterzogen. Ein Lichttest wird vollzogen. Alle Lichter, einschließlich der Nummernschildbeleuchtung, müssen funktionsfähig sein. Die Sichtkontrolle umfasst auch, ob die Scheinwerfer, die Windschutzscheibe und die Außenspiegel in Ordnung sind. Im Innenraum werden die Kontroll- und Warnleuchten und die Befestigungen kontrolliert. Bremsbeläge, Achsen, Gelenke und Radaufhängungen sind dran. Eventuelle Flüssigkeitsverluste, intakte Dichtungen und starker Rostfraß sind ebenfalls wichtige Punkte. Außerdem wird der PKW auf weitere äußerliche Schäden untersucht. Auch die Profiltiefe der Reifen wird auf Vorschriftsmäßigkeit geprüft und eventuell auch auf die notwendige Ausstattung wie Verbandskasten, Warndreieck und Warnweste. Weiter geht’s unter der Motorhaube, wo die Befestigung der Batterie und der Stand der Bremsflüssigkeit angeschaut wird. Sollten Sie Tuningteile verbaut haben, denken Sie bitte unbedingt an Ihre ABE.

Ist Ihr Fahrzeug frei von Mängeln dann wird Ihnen die Plakette zugeteilt. Sollten erhebliche Mängel festgestellt werden, muss das reparierte Gefährt spätestens nach einem Monat nochmal zum Check.

Erst wenn die Hauptuntersuchung erfolgreich abgeschlossen ist, dürfen Sie Ihr Fahrzeug wieder bedenkenlos im Straßenverkehr führen. Dennoch raten wir unseren Kunden immer, auch zwischen zwei Hauptuntersuchungen ein offenes Auge und Ohr für Ihr Fahrzeug zu haben und bei Bedenken eine fachmännische Einschätzung einzuholen.

 

Beitragsbild: Syda Productions/Shutterstock.com (Stockfoto-ID: 629296352)

Titelbild: Dmitry Kalinovsky/Shutterstock.com (Stockfoto-ID: 118199281)

Bitte weitersagen...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.